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Mutterschutz bei beruflichem Umgang mit Kindern

Gesundheitsgefahren während der Schwangerschaft und Stillzeit erkennen und vermeiden

Nutzungshinweise

  1. Vollständigkeit
    Die Handlungshilfen stellen Muster-Gefährdungsbeurteilungen dar. In den Handlungshilfen sind die häufig anzutreffenden Gefährdungen und eventuell möglichen Maßnahmen genannt. Grundsätzlich kann keine Vollständigkeit vorausgesetzt werden. Die Gefährdungsbeurteilung muss immer um betriebsspezifische Aspekte ergänzt werden. Das heißt, die in der Datenbank angebotenen Handlungshilfen sind als unterstützende, nicht aber die Gefährdungsbeurteilung ersetzende Instrumente, anzusehen.
  2. Vor-Ort-Betrachtung
    Die Handlungshilfen können die Vor-Ort-Betrachtung im Unternehmen nicht ersetzen, da die hier beispielhaft betrachteten Betriebszustände betriebliche Besonderheiten nicht oder nur zum Teil berücksichtigen können. Es ist daher immer zu prüfen, ob die Aussagen auf die jeweiligen betrieblichen Gegebenheiten übertragen werden können und ob gegebenenfalls zusätzliche Gefährdungen relevant sind. Sollten zusätzliche Gefährdungen vorhanden sein, so sind die Handlungshilfen entsprechend zu ergänzen.
  3. Risikobewertung
    Die Risikobewertung führt der Arbeitgeber beziehungsweise die für die Gefährdungsbeurteilung verantwortliche Person durch. In den Handlungsanleitungen sind nur Muster-Vorschläge genannt. Auch bei der Risikobewertung sind immer die betrieblichen Gegebenheiten zu berücksichtigen.
  4. Handlungsbedarf
    Der Handlungsbedarf wird durch das im Unternehmen akzeptierte Risiko bestimmt. Dieses legt in erster Linie der Arbeitgeber beziehungsweise die verantwortliche Person fest. Dabei sind Gesetze, Verordnungen und Vorschriften einzuhalten.
  5. Dynamischer Prozess
    Arbeitsschutz im Betrieb unterliegt als dynamischer Prozess einem ständigen Wandel. Daher ist auch die Gefährdungsbeurteilung zu aktualisieren. Sie ist spätestens anzupassen, wenn sich die betrieblichen Gegebenheiten, Erkenntnisse, Technologien, Stand der Technik usw. ändern.
  6. Dokumentation
    Eine bestimmte Form der Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung ist nicht vorgeschrieben. Entsprechend dem Arbeitsschutzgesetz muss die Dokumentation mindesten die folgenden Punkte enthalten:

    • Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG,
    • festgelegte Maßnahmen des Arbeitsschutzes (§ 3 Abs. 1 ArbSchG),
    • Ergebnis der Überprüfung der Wirksamkeit der Arbeitsschutzmaßnahmen (§ 3 Abs. 1 Satz 2 ArbSchG)

Die vorliegenden Handlungshilfen können in angepasster Form als Dokumentation genutzt werden.

Der Leitfaden richtet sich gleichermaßen an Arbeitnehmerinnen, Arbeitgeber, Betriebsärztinnen und -ärzte sowie Sicherheitsfachkräfte. Er ist unterteilt in einen allgemeinen Teil und spezielle Anlagen, die zusätzliche Informationen geben, bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung helfen und die betriebsärztliche Betreuung unterstützen sollen.

In dem Leitfaden werden folgende Themen behandelt:

  • Mitteilungspflicht
  • Gefährdungsbeurteilung
  • Generelle Beschäftigungsverbote
  • Individuelle Beschäftigungsverbote
  • Freistellung
  • Lohnausgleichsverfahren (Umlage U2)
  • Schutzfristen vor und nach der Entbindung
  • Arbeitszeit (Mehr- und Nachtarbeit, Arbeit an Sonn- und Feiertagen)
  • Schwere körperliche Arbeit und Arbeit mit erhöhter Unfallgefahr
  • Lärm
  • Infektionsgefährdung (biologische Arbeitsstoffe)
  • Gefahrstoffe/chemische Gefährdung
  • Infektionsprophylaxe

Weiter zur Handlungshilfe

Anbieter: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Gültigkeitsmerkmale

Gefährdungsart

  • Mechanische Gefährdungen
  • Sturz, Ausrutschen, Stolpern, Umknicken
  • Gefahrstoffe
  • Biologische Arbeitsstoffe
  • Gefährdung durch spezielle physikalische Einwirkungen
  • Lärm
  • Physische Belastung/ Arbeitsschwere
  • Heben, Halten, Tragen
  • Zwangshaltungen

Branche

  • (P) ERZIEHUNG UND UNTERRICHT
  • (85) Erziehung und Unterricht
  • (85.1) Kindergärten und Vorschulen
  • (85.2) Grundschulen/Volksschulen
  • (85.3) Weiterführende Schulen

Tätigkeit / Arbeitsplatz

  • Beruflicher Umgang mit Kindern in Kindergärten
  • Vorschulen
  • Grundschulen
  • Kinderheimen
Bearbeitungsdatum 04.02.2009

Zur Handlungshilfe

Handbuch/Leitfaden Verfügbar als... Druckschrift, Download Verfügbar in... deutsch

Handlungshilfe enthält...

  • Kriterium vorhanden Ermitteln
  • Kriterium vorhanden Bewerten
  • Kriterium vorhanden Festlegen von Maßnahmen
  • Kriterium vorhanden Überpruefen der Wirksamkeit
  • Kriterium vorhanden Hilfsmittel zur Dokumentation